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Vortrag/Seminar: Weltenende und Neubeginn – Zyklen in der nordischen Mythologie

mit Asa Liljenroth-Denk, Wien
M. Sc. in Psychotherapie, Analytische Psychologin nach C. G. Jung, Lehranalytikerin in ÖGAP, Autorin.

Datum: 18.05.2019
Kursnummer:
Veranstaltungsort: ASZ Fürstenried, Züricher Str. 80, 81476 München (U3 Forstenrieder Allee)
Teilnahmegebühr: 45,00 € | 30,00 € (Mitglieder)





Termin: Samstag, 18. Mai 2019, 09.30 – 13.00 Uhr
Ort: ASZ Fürstenried, Züricher Str. 80, 81476 München (U3 Forstenrieder Allee)
Kosten: 45,00 € | 30,00 € (Mitglieder)
Weitere Infos & Anmeldung (erforderlich bis 13.05.2019) unter www.junggesellmuc.de
oder Anmelde-AB (0 89) 15 89 37 56

BESCHREIBUNG:

Weltende und Neuanfang – Zyklen in der nordischen Mythologie
Wo immer man einem Sonnenmythos begegnet, ist es dort hell, feiert dort eine positive Entwicklung im Bewusstsein ihren Einzug. In dem Schöpfungsmythos Völuspá finden wir das Gegenteil davon, eben ein Schattenthema, das massiv über sich hinauswächst und dem Weltende zusteuert. Da die Mythen vom Makrokosmos oder Erfahrungen der Volksseele ausgehen, befinden wir uns also am Anfang einer sehr, sehr kalten Zeit, die kleine antike Eiszeit oder Fimbulwinter (ein Winter, der mehrere Jahre dauert) genannt wird.
Wir werden uns mit dem bekanntesten Schattenmythologem in der Völuspá – dem Mythos von Balder und Ragnarök – dem Weltuntergang – beschäftigen. Hier bieten uns Natur, Tiere, Götter und Ahnen eine vielfältige Schatten-Symbolik, denen es sich lohnt, nachzugehen. Ausgehend von der Schöpfung leitet die Völuspá das Weltende, aber anschließend auch den Neuanfang ein. Die Altnordischen besingen obendrein eine Umkehrwirkung; das Oben geht nach Unten und der Schaden führt zum Guten. Das lässt einige Vergleiche offen, wie zum Beispiel: In der alten Zeit zeigt sich hier wahrscheinlich die Metempsychosis – die Seelenwanderung. Heute lässt sich darüber diskutieren, ob wir hier ein Wandlungserlebnis kollektiver Art und/oder über eine subjektive Wandlung im Sinne einer Verminderung oder einer Vermehrung der Persönlichkeit vorfinden. Und es stellt sich die Frage: Hätte man in die Dynamik eingreifen können, oder nimmt alles seinen unaufhaltsamen Lauf?

„Es gibt natürliche Wandlungsvorgänge, die uns zustoßen, ob wir es wollen oder nicht, und auch ob wir es wissen oder nicht. Diese Vorgänge entfalten erhebliche seelische Wirkungen, die an sich schon einen nachdenklichen Menschen veranlassen könnten, sich Rechenschaft darüber zu geben, was ihm eigentlich zugestoßen sei.“ Jung, GW 9/1, § 254

Direktlink: https://junggesellmuc.de/Veranstaltungen/vortrag-seminar-weltenende-und-neubeginn-zyklen-in-der-nordischen-mythologie/

Fotos: © Dieter Klein

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